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Nägel mit Köppen - Regie: Walter Weber, Buch: Georg Weber

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NaegelMitKoeppen
 

Starkes Stück aus dem hohen Norden

... es ist schon erstaunlich, wie viel leise Komik sich aus diesem Motto machen lässt. Peter Heinrich Brix spielt seinen Pfarrer mit hinterlistiger Geduld, Petra, seine Gefährtin, schlägt gern über die Stränge - das kann schon mal zu einem Wettrennen mit Motorradrockern und, wow, einem blank gezogenen Busen gehen.

Als dann auch noch der Vater ihres Sohnes auf den Plan tritt und vor Freude zu Ouzo und Sirtaki bittet, scheint die Landkomödie zu implodieren. Tut sie aber nicht, weil sie - erstaunlich unangestrengt gefilmt (Regie: Walter Weber, mit dem Drehbuchautor nicht verwandt) - im Gegenzug auch viele leise Stellen hat und viel Liebe zu seinen Nebenfiguren. Da ist der Bauer (Bjarne Mädel), der die Füße seines jüngsten Babys "tanzen" sieht, da ist das Dorffaktotum (Jan Peter Heyme), das immer so vielsagend verschlagen guckt und seine wunderbaren Liebesbriefe an die Angebetete zum Dorfbriefkasten trägt. (…)

Dass Hans-Uwe Feinde wie den einflussreichen Großbauern Bosefeld (Peter von Strombeck) hat, darum kümmert sich diese Pfarrerskomödie glücklicherweise recht wenig. Das Drehbuch (von Kriener-Ehemann Georg Weber) konzentriert sich erfreulich stark und sehr gelassen auf seine Hauptfiguren, also auf Hans-Uwe und auf Petra, seine Frau. So setzt sich der Film über flache Don-Camillo-Scharmützel hinweg und nimmt sich viel Zeit für das Innenleben seiner Figuren.

Präzise Schauspieler, kleine Slapsticks und pointengenaue Dialoge tragen zum Spaß an dieser Heimatkomödie bei, die sich an ihren schönsten Stellen auch mal ganz einfach zu schweigen traut.

Wilfried Geldner
- - 18.04.2013

Der ernsthafte Konflikt bleibt jedoch trotz mancher Nebenschauplätze und alberner Überzeichnungen der Treibstoff des Films und verliert auch seine Fallhöhe nicht. Nicht zuletzt dank einer aufgedrehten Ulrike Kriener und des norddeutsch geerdeten Peter Heinrich Brix. Das passt mit den beiden, so dass die schöne, „erwachsene“ Liebesgeschichte des nicht mehr ganz so jungen Paares hier ganz unspektakulär und glaubwürdig weitererzählt werden kann. Der gegenseitige Respekt bringt sie in besondere Nöte: Soll Pastor Petersen seine Frau zur Hochzeit drängen, nur weil es die konservativen Protestanten aus dem Nachbarort verlangen und weil er sonst seinen Arbeitsplatz verlieren könnte? Und soll sich die selbstbewusste, eigenständige Petra auf die Rolle als Pastorenfrau einlassen? Am Ende versinkt alles ein bisschen zu sehr in Harmonie, der Wohlfühl-Anspruch des Primetime-Fernsehens gewinnt eben (fast) immer. Aber einer solch sonnigen Komödie kann man das schon mal verzeihen.
Der ganze Artikel auf: http://www.tittelbach.tv/programm/fernsehfilm/artikel-2489.html
Thomas Gehringer - April 2013






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