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Einsatz in Hamburg - Mord auf Rezept Regie: Walter Weber, Buch: Stefan Cantz, Jan Hinter





F.A.Z., 27.05.2006

Lichtblick


Ein ganz und gar komischer "Einsatz in Hamburg" (ZDF)

... Doch die Umsetzung der Geschichte ist spannend, sie besticht durch Witz und frische Dialoge.

Für die amüsanten Momente sorgt das großartige Timing des Regisseurs Walter Weber, dessen Handschrift man die Sitcom-Erfahrung dezent anmerkt: Da wird zu Wolfer ein Einbrecher ins Zimmer gelegt, den er schon öfter verhaftet hat, und die beiden suchen gemeinsam im Keller der Klinik verschwundene Akten. Schließlich kommt ein Wachmann vorbei, und der Einbruchsprofi bietet alles zwischen Schlafwandeln und Schmerzlauten zur Ablenkung auf, was ihm einfällt - für die Handlung unwichtig, aber unerwartet komisch. Einmal geht Kommissarin Jenny Berlin (Aglaia Szyszkowitz) in das Haus der Tierpflegerin und trifft eine merkwürdige alte Nachbarin an, die etwas von Ungeziefer faselt und sie in ihre Wohnung ziehen will, weil so lange kein Besuch da war. Ein kurzer Blick in eine Parallelwelt, eine Kleinigkeit nur, doch sie lockert auf.


Überhaupt sind es die Details, die den Unterhaltungswert dieses Krimis ausmachen. Wenn sich Jenny Berlin etwa den Avancen eines charmanten Arztes und einer Kollegin entziehen muß und sich an Volker Brehm (Rainer Strecker) mit dem Satz "Starr mir nicht so unverschämt auf den Po" abreagiert, während sie Spuren sichert. Oder wenn jener Kollege sein Blind Date wegen eines Einsatzes abbrechen muß, die Dame aber immer zu den unpassendsten Zeitpunkten anruft. Selbstverständlich ist Brehm durch amouröse Verwicklungen ausgerechnet dann nicht zur Stelle, als Jenny Berlin ihn braucht: So muß sie bei einem Termin mit dem hartnäckigen Arzt verkatert und flugängstlich in einen uralten Flieger steigen.


Nicht unter Details zu verbuchen, aber ebenfalls bezaubernd ist Susanne Bormann als Tierpflegerin Paula. Man könnte ihr stundenlang dabei zusehen, wie sie in unvorteilhaften Klamotten und mit einem Gibbon auf der Schulter verzweifelt ihren Idealismus aufrechterhält. Diese Frau kann einfach alles tragen, sogar kleine Menschenaffen, und sieht immer zart, wunderschön und beschützenswert aus. Die interessanteste Rolle hat sie überdies: Welcher Art ihre Freundschaft zu dem Ermordeten ist, auf dessen Station ihre Großmutter starb, bleibt lange unklar; ebenso ihre merkwürdige Beziehung zu einer Vorgesetzten, die sie permanent unter Druck setzt. Bis zuletzt könnte sie sowohl Opfer als auch Täter sein. Daß sie ein Lichtblick ist, das ist schon früh zu merken.
bähr - F.A.Z., 27.05.2006


teleschau - der mediendienst 28.05.2006

"Es wird richtig spannend, in dieser auch in den Nebenrollen überragend besetzten Episode. Vor allem ist es aber der sympathische Humor, der die Filme mit dem Hamburger Ermittler-Trio stets so unterhaltend macht. Auch weil mit den privaten Sorgen und Nöten der Kommissare hier, im Gegensatz zu den meisten anderen TV-Krimis, wunderbar leicht umgegangen wird."

Frank Rauscher


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